Presse

SGJ-Pressewart Michael Ahr im Interviiew mit einer Reporterin des Lokalsenders "Radio-Bonn-Rhein-Sieg"
SGJ-Pressewart Michael Ahr im Interview mit einer Reporterin des Lokalsenders „Radio-Bonn-Rhein-Sieg“
Express 18.4.2017
Wir in Beuel 8.4.2017
General-Anzeiger 9.2.2017

Ne herrliche Familijedach

BEUEL. Die Gala-Sitzung im Brückenforum bringt Blaue Funken, Bläck Fööss und die Bennerscheids zusammen. Bereits am Sonntagmittag hatte der närrische Trubel in Schwarzrheindorf begonnen.

„Wenn sich de Famillich triff, kütt nur von allem et Bess op de Desch. Dann wed jesonge, jeschwaad un jelaach. Dat jit en herrlich, herrlich, herrlich – Dat jit en herrlich lange Naach.“ Der Refrain des Bläck-Fööss-Ohrwurms „Familijedach“ passt herrlich, herrlich, herrlich zum Karnevalstreiben am Sonntag in Beuel.

Der Reihe nach: Bereits Mittags begann der närrische Trubel in Schwarzrheindorf. Aus drei Reisebussen stiegen 120 Blaue Funken aus und formierten sich in der Werdstraße vor dem Wohnhaus der Familien Langhals und Bennerscheid. Mit dem Aufmarsch des Kölner Traditionskorps wurde ein Versprechen eingelöst. Tanzoffizier Nico Bennerscheid hatte seinem Opa Toni Langhals zum 92. Geburtstag einen Besuch der Blauen Funken zugesagt (der GA berichtete).

Und weil die Kölner Funken Artillerie blau weiß 1870 am Abend einen Auftritt bei der Gala-Sitzung der Schwarz-Gelbe-Jonge im Brückenforum hatte, stand der Termin für den Besuch bei Opa Toni schnell fest. Der 92-Jährige strahlte: „Für mich ein wundervoller Tag.“

Unter die Gäste mischte sich auch eine Abordnung der Schwarz-Gelben. Vorsitzender Helmut Sementschuck begrüßte schon mal den Kölner Korpskommandanten Thomas Klinnert. Bei Kölsch und Mettbrötchen erinnerte man sich an die terminlichen Schwierigkeiten, dass kölsche Korps auf die Bühne der Beueler Frackgesellschaft zu verpflichten. Und dabei haben die Beueler durch Tanzoffizier Nico Bennerscheid die besten Kontakte zu den Blauen Funken. „Nachdem wir schon die Roten Funken, Jan van Werth und das Kölner Dreigestirn in Beuel auf der Bühne hatten, wollten wir unbedingt die Blauen Funken buchen. Drei Jahre hat es gedauert, jetzt sind sie da“, sagte ein erleichterter Sementschuck dem GA.

Wenige Stunden später brillierten die Blauen Funken als Eisbrecher der Gala-Sitzung. Das Tanzpaar Nico Bennerscheid und Corinna Hambach wirbelte unter frenetischem Jubel des Publikums über die Bühne. Man merkte sofort: Für Nico war es ein Heimspiel, auf das er sich seit Langem gefreut hatte.

So wurde der Auftakt der 63. Gala-Sitzung schon zum ersten Höhepunkt des Abends. Aber die Dramaturgie der Fastelovendssitzung lag in den routinierten Händen von Literat Stephan Födisch. Seine Programm-Mixtur sorgte dafür, dass der Spannungsbogen beim Publikum hoch blieb.

Bauchredner Fred van Halen, die Räuber, das Tanzcorps Altenrather Sandhasen, Bullewuh & Royalgarde der Prinzengarde Vilich-Müldorf, Redner Martin Schopps und die Paveier puschten die Stimmung der 1000 Gäste schnell hoch. Und dann kam schon wieder ein Heimspiel – und zwar für Bonna Patty I. (Burgunder), die gemeinsam mit Prinz Mirko I. (Feld) und Gefolge in den Beueler Gürzenich einmarschierten. Patty ist ein Beueler Mädchen, war Wäscherprinzessin und ist Vize-Obermöhn der Weiberfastnacht.

Nach dem prinzessalen Gastspiel war der Übergang zu einem grandiosen Finale für Sitzungspräsident Wolfgang Klos ein Kinderspiel: Er konnte den Gästen die kölschen Karnevalsgranden Bläck Fööss, Blötschkopp Marc Metzger und Höhner ankündigen. Kleiner Hinweis für Immis: Wenn auch noch die Gruppe Brings aufgetreten wäre, dann hätten die Beueler an einem Abend das komplette kölsche Kleeblatt live erleben dürfen. Paveier, Räuber, Bläck Fööss, Höhner und Brings bilden seit vielen Jahren das kölsche Kleeblatt. In dieser Gilde musizieren zu dürfen, gilt als die höchste Auszeichnung im kölschen Fastelovend. Will heißen: Beuel erlebte an diesem Sonntag ein außergewöhnliches Spektakel – „ne Familijedach un vell Musik met Hätz und Siel“ (Herz und Seele).


General-Anzeiger 9.2.2017

120 Blaue Funken bei Opa Toni

SCHWARZRHEINDORF. Tanzoffizier Nicolas Bennerscheid erfüllt seinem Großvater einen besonderen Wunsch: Rund 120 Kölner Blaue Funken haben sich angesagt. Für den Andrang aus Köln muss extra ein Zelt her.

Sie haben Karneval im Herzen und das Tanzen im Blut: Die Familie Langhals/Bennerscheid liebt das jecke Treiben – Opa und Enkel sogar ganz besonders. So fiebert Antonius „Toni“ Langhals dem Sonntag entgegen, denn dann bekommt er prominenten Besuch: Rund 120 Kölner Blaue Funken haben sich angesagt. Vor ihrem Auftritt bei der Galasitzung der Schwarz-Gelbe Jonge im Brückenforum gibt es eine Privataudienz in Schwarzrheindorf.

Dieses ganz besondere Geschenk macht dem 92-Jährigen sein Enkel Nicolas „Nico“ Bennerscheid. „Die Aktion ist eigentlich aus einem kleine Missverständnis entstanden“, berichtet Bennerscheid. Zum 92. Geburtstag des Opas war er mit ein paar Freunden vom Traditionskorps Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 gekommen. „Zu fortgeschrittener Stunde fragte mein Opa, wann wir denn mit den Funken einmal zu ihm kämen. Ich habe ihm dann gesagt, dass wir am 12. Februar im Brückenforum auftreten und vorher bei ihm vorbeischauen könnten. Das fand er klasse und ich habe noch nachts den Verantwortlichen beim Korps eine Mail geschrieben“, sagt Bennerscheid.

Als er den Großvater am nächsten Tag fragte, ob das alles so okay sei, bestätigte dieser die Aktion. „Er meinte: ‚Na klar, dann machen wir das wieder in unserem Wohnzimmer.‘ Ich sagte: ‚Opa, das wird schwierig, denn wir kommen ja mit rund 120 Leuten’“, erzählt der Enkel. „Doch Opa war gleich Feuer und Flamme und so wurde eben für eine große Party geplant, mit Zelt, Kölsch und belegten Brötchen“, erzählt Bennerscheid. „Für Sonntag ist jetzt alles durchgeplant, das wird ein hervorragender Empfang. Ich freue mich sehr“, sagt Opa Toni. Nur eine logistische Herausforderung bleibt, denn die Blauen Funken kommen mit mindestens drei großen Reisebussen nach Schwarzrheindorf. Aber das bekommt die Familie sicher auch in den Griff.

„Ich bin sehr stolz auf meinen Enkel Nico. Ich bin auf jeder Sitzung dabei, schon seit er als neunjähriges Kind im Kinderkorps der Beueler Stadtsoldaten aufgetreten ist – und jetzt in Köln erst recht“, sagt Toni Langhals. Stolz kann er auch sein, denn Enkel Nico ist in der dritten Session Tanzoffizier beim Kölner Traditionskorps. Gemeinsam mit seinem Tanzmariechen Corinna Hambach aus Heimerzheim hat der Beueler die Herzen der Blauen Funken und der Kölner Jecken im Sturm erobert. „Ich wollte unbedingt als Tanzoffizier nach Köln, in die erste Bundesliga des Karnevals“, sagt der Student des Wirtschaftsingenieurswesens.

So haben Corinna Hambach und er sich 2013 dem harten Auswahlverfahren für das Tanzpaar der Blauen Funken gestellt und die Jury restlos überzeugt. Den Funken haben die Wahlkölner seitdem große Freude und Ehre gemacht. „Wir wurden in den vergangenen zwei Jahren jeweils zum besten Tanzpaar der Session gewählt“, berichtet der 24-jährige Tanzoffizier. „Unser Traum ist es natürlich, in dieser Session den Hattrick zu schaffen, aber die Konkurrenz ist verdammt stark“, so Bennerscheid.

„Der Nico hat den Karneval und das Tanzen im Blut“, sagt Toni Langhals. „Und wenn es den Karneval nicht schon geben würde, Nico hätte ihn erfunden“, ergänzt Lebenspartnerin Anna Marie. „Wir beide tanzen auch für unser Leben gerne und sind im Karneval immer aktiv. Wir veranstalten zwei Mal im Jahr eine private Karnevalsparty – im Winter und im Sommer mit jeweils einem besonderen Motto. Tanzen und Karneval halten jung und fit“, sagt Langhals. „Und Weiberfastnacht in Beuel ist für uns jedes Jahr ein Feiertag“, betont der Schwarzrheindorfer.


Interview mit Stephan Födisch
General-Anzeiger 10.2.2017

„Top-Sitzung kostet 30.000 Euro“

Stephan Födisch ist Literat der Schwarz-Gelbe-Jonge und in dieser Funktion zuständig für die Besetzung der Sitzungen.

Stephan Födisch ist Literat der Schwarz-Gelbe-Jonge und in dieser Funktion zuständig für die Besetzung der Sitzungen.

BEUEL. Mit dem Literaten der Beueler Frackgesellschaft, Stephan Födisch, sprach Holger Willcke im Interview.

In den vergangenen Jahren haben sich die Karnevalssitzungen der Schwarz-Gelbe-Jonge von einem Geheimtipp zu einer festen Größe in der bönnschen Fastelovendszene entwickelt. Marc Metzger, Höhner und Bläck Fööss zählen fast alljährlich zu den Akteuren auf der Bühne des Brückenforums. Für diesen Erfolg zeichnet vor allem Stephan Födisch verantwortlich. Mit dem Literaten der Beueler Frackgesellschaft sprach Holger Willcke.

An diesem Sonntag steigt die 63. Gala-Sitzung ihres Vereins. Steht das Programm?

Stephan Födisch: Ja, die Gäste können sich auf ein absolutes Spitzenprogramm freuen. Kurzfristig musste ich Jupp Menth ersetzen, der seine Karriere als Redner überraschend beendet hat. Dafür wird Fred van Halen auftreten.

Mit wie viel zeitlichem Vorlauf planen Sie eine Sitzung?

Födisch: Zwei Jahre im Voraus steht das Programm. Das ist erforderlich, wenn man die Großen aus Köln nach Bonn locken will.

Wie muss man sich die Arbeit eines Literaten vorstellen? Rufen Sie jeden Akteur selbst an?

Födisch: Nein, ich arbeite mit der Künstleragentur „Alaaaf de.“ zusammen, die mir ein Programm für eine feste Geldsumme anbietet. Allerdings besitze ich ein eigenes Besetzungsrecht für meine Sitzungsprogramme. Das bedeutet, dass ich Wünsche durchsetzen kann. Wer mir nicht zusagt, tritt nicht auf.

Heißt das, dass der karnevalistische Nachwuchs bei Ihnen keine Chance hat?

Födisch: Nein, im Gegenteil. Da ich acht ganz unterschiedliche Sitzungsprogramme benötige, buche ich den Bühnennachwuchs für die kleineren Sitzungen. Die Vertreter des kölschen Kleeblatts, also Höhner, Bläck Fööss, Paveier, Räuber und Brings, treten dann bei den drei Sitzungen der Schwarz-Gelbe-Jonge auf.

Wie viel Geld benötigen Sie für ein Top-Sitzungsprogramm?

Födisch: Circa 30 000 Euro. Davon gehen 25 000 Euro an Gruppen und Redner und 5000 Euro an Gema, Feuerwehr und Saalkapelle. Für die Sitzungen der Schwarz-Gelbe-Jonge benötige ich im Schnitt alle 25 Minuten 2500 Euro.

Wie viel zahlt man für wen?

Födisch: Namen und Summen möchte ich in der Öffentlichkeit nicht so gerne zusammenbringen. Aber grundsätzlich gilt: Für bekannte Redner zahlt man 1000 Euro aufwärts, für eine Kleeblatt-Band etwa 3500 bis 3900 Euro.

Bleibt am Ende des Abends ein Gewinn in der Kasse?

Födisch: Für uns als Frackgesellschaft auf jeden Fall eine ganz kleine Summe, mit der wir zufrieden sind, weil wir im Gegensatz zu den Traditionscorps keine Jugendabteilungen mit Uniformen, Musikzüge und ähnliches finanzieren müssen. Aber auch Stadtsoldaten und Ehrengarde werden keine Verluste einfahren, wenn die Sitzungen annähernd ausverkauft sind.

Wie wichtig ist die Position des Literaten im Gesamtgefüge eines Karnevalsvereins?

Födisch: Sehr wichtig, weil seine Arbeit über Wohl und Wehe des Vereins entscheidet. Stimmt die Qualität seines eingekauften Sitzungsprogramms nicht, dann bleiben im nächsten Jahr die Gäste weg – und dadurch kann eine folgenschwere Abwärtsspirale einsetzen.

Was gehört noch zu Ihren Aufgaben?

Födisch: Ich muss die Presse verfolgen, andere Sitzungen und Vorstellabende besuchen, um die Szene im Blick zu haben. Außerdem benötige ich ein gutes Netzwerk und muss meine Kontakte pflegen. Top-Akteure des kölschen Karnevals verlassen die Domstadt am Wochenende nicht so gerne, weil der Zeitaufwand für die Fahrerei zu einem Termin nach Bonn groß ist. Da spielt dann der persönliche Kontakt eine entscheidende Rolle.

Für jeden Sitzungspräsidenten ist ein Loch im Programm die Höchststrafe. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?

Födisch: Mein Sitzungspräsident Wolfgang Klos verlebt diesbezüglich ruhige Abende. Für den Notfall habe ich immer eine Stand-by-Nummer verpflichtet – und zwar das Tanzcorps der Prinzengarde Vilich-Müldorf e.V. Müssen die Mädchen nicht auftreten, begleiten sie die Künstler auf und von der Bühne. Und dafür bekommen sie auch Geld.

Die Gala-Sitzung der Schwarz-Gelbe-Jonge findet am gleichen Tag wie die Gala-Prunksitzung der Bonner Stadtsoldaten statt. Schafft man sich damit nicht unnötige Konkurrenz?

Födisch: Im Gegenteil. Seit mehr als zehn Jahren spreche ich mich mit dem Literaten der Stadtsoldaten ab. Wir verpflichten oftmals dieselben Akteure, das steigert für die Künstler den Reiz, nach Bonn zu fahren.


Herrensitzung der Schwarz-Gelbe Jonge
General-Anzeiger 4.2.2017

In der vollen Hütte kennt man sich

BEUEL. Die Herrensitzung der Schwarz-Gelbe-Jonge ist jedes Jahr so was wie ein ausgelassenes Familientreffen. Klar, die Frauen dieser Familien fehlen. Aber man kennt sich: Die meisten im Publikum sind seit vielen Jahren Stammgäste.

Das weiß auch Sitzungspräsident Wolfgang Klos, der seine Männer wie echte Kumpels begrüßte. Wie das so ist, floss das Bier in Strömen, aber auch die Witze sprudelten aus den Rednern nur so raus. „Ja. Bei uns gibt es auch Redner“, sagte Jonge-Vorsitzender Helmut Sementschuck. Das gelte auch für die kommende Gala-Sitzung, wo sogar die Blauen Funken aus Köln einziehen, und die Mädchensitzung. „Nur Party reicht nicht. Es muss ein guter Mix sein“, sagte Michael Stodolik, ein Beueler Stadtsoldat, der mit 17 Kumpels seit 25 Jahren zu den Jonge kommt.

Am Freitagabend unterhielten Guido Cantz und Bernd Stelter. Auch Fred van Halen im Tropenhelm – scheinbar alterslos – ließ seinen frechen Vogel Aki verbal wieder auf die Leute (und Kellnerinnen) los. Noch ne Handpuppe, einen sprechenden Affen, gab’s bei Klaus und Willi.

„Literat Stephan Födisch kauft kein komplett geschnürtes Programm“, sagt Sementschuck. Er picke sich die Rosinen lieber selbst raus. Zu denen gehörte natürlich auch richtig viel gute Musik. Dass Kasalla und ihre „Stadt met K.“ alle in der ausverkauften Hütte zum Mitgrölen brachten, ist fast schon selbstverständlich.

Der Bassist ließ sogar die freundliche Stewardess seine Gitarre spielen. Querbeat stehen den Rockern aber kaum nach, hauen einem fette Bläser um die Ohren. „Nie mehr Fastelovend…“ Bitte die auf Verzicht anspielende Liedzeile zu Ende hören: Da kommt noch „ohne Dich“. Vielleicht ist ja eins der „Mädche vum Rhing“ gemeint, wie die Funky Marys von sich sangen.

Schwenk zur Flugabteilung: Die Altenrather Sandhasen mussten bei ihren Pyramiden und Würfen wieder mal aufpassen, nicht die Scheinwerfer von der Decke zu reißen – würde ja auch wehtun.

Ein alter Freundeskreis geht mittlerweile schon seit fast 30 Jahren auf die Sitzung – immer an Tisch 12. Das Besondere daran ist, dass die meisten von ihnen gar nicht mehr in Bonn wohnen und extra jedes Jahr von weit her anreisen. Gerd Baer setzt sich zum Beispiel in Stuttgart in sein Auto. Christian Haedge kommt aus Bremen ins Brückenforum.

Da wären noch Peter Fuß aus Frankfurt sowie Bernhard „Bömmel“ Gutsche und Norbert Leven aus Solingen. „Uns ist die Sitzung wichtig, weil wir uns dann alle wiedersehen“, sagte Gutsche, den vor allen die Bands der Sitzung interessieren und der auch heute noch laut „Täterä“, anstimmt, obwohl der Sänger Fritz Windhagen – früher ein Stammgast auf der Bühne – mittlerweile schon seit einigen Jahren tot ist. Die Freunde kennen sich aus Studienzeiten und erinnern sich gerne noch an die Anfänge in der Turnhalle an der Ringstraße.

Für diese und andere Truppen ist der Abend nach dem letzten Tusch längst nicht beendet. Die Jungs treffen sich noch in der Rheinbrücke gegenüber, um dort die legendären Frikadellen zu essen.


Saisoneröffnung in Beuel Peffekoven trägt das Hätz der Jonge

Generalanzeiger vom 22.11.2016

unbenannt

Foto: Max Malsch Stolz hält Egon Peffekoven die Ehrenurkunde in seinen Händen. Mit ihm freuen sich Holger Willcke (links), Günter Dederichs und Helmut Sementschuck (rechts).

21.11.2016 PÜTZCHEN. Der Karnevalsverein der Schwarz-Gelbe-Jonge feierte am Samstagabend mit rund 200 Gästen, Freunden und Förderern die Eröffnung der neuen Session. Wenn das Pfarrheim Sankt Adelheid mit Tuchbahnen in gelb und schwarz geschmückt ist und die Wände die Sessionsorden der letzten Jahre schmücken, ist es wieder soweit: Der Karnevalsverein der Schwarz-Gelbe-Jonge feierte am Samstagabend mit rund 200 Gästen, Freunden und Förderern die Eröffnung der neuen Session. Im Mittelpunkt stand zunächst ein Beueler Urgestein. Egon Peffekoven erhielt die Auszeichnung „Dat-Schwarz-Gelbe-Jonge-Hätz“, womit der Verein Beueler Bürger ehrt.
Peffekoven war seit den 60er Jahren beim Beueler Stadtsoldaten-Corps „Rot-Blau“ Mitglied und bis 2001 Kommandant desselben. Und das insgesamt 23 Jahre lang. Für seine Verdienste im heimatlichen Brauchtum erhielt er das Bundesverdienstkreuz. „Peffekoven hat die Stadtsoldaten mit aufgebaut“, sagte Helmut Sementschuck, Erster Vorsitzender der SGJ. Damit habe er einen entscheidenden Beitrag für das gesamte Beueler Karnevalsnetzwerk geleistet, das in dieser Form nicht ohne ihn existieren würde. Nach der Laudatio von GA-Redakteur Holger Willcke ernannte die SGJ Harald Borchert von der Stadt Bonn und Detlef Johannsen zu Senatoren. Neue Mitglieder nahm der Verein in diesem Jahr nicht auf. „Wir sind eine kleine Gesellschaft von rund 40 Mitgliedern. Und so soll das auch bleiben“, sagte Literat Karl Stephan Födisch.
Nach dem Essen stimmte sich die Runde mit Musik, Tanz und Comedy auf die neue Session ein. Mit trockenem Humor und rheinischem Akzent eröffnete „Ne Schwaadlappe“ alias Hermann Rheindorf aus Rheinbach das Programm mit Geschichten von „Leberwursttagen“ in der Stammkneipe und anderen skurrilen Situationen. Der ein oder andere Gast lachte auch mal Tränen, wenn Rheindorf von einer Frau mit „Tränensäcken wie eine Hüpfburg“ erzählte.
Karl Timmermann aus Krefeld sang im Anschluss davon, wie gerne er „’ne kölsche Jong“ wäre und präsentierte zum Beweis eine „kölsche“ Version von Udo Jürgens Klassiker „Griechischer Wein“. Nach der Tanzgruppe „Drachenfelsperlen“ aus Königswinter führte das 1. Beueler Häärekommitee zum Schluss eine Musik-Parodie der Funky Marys vor.
„Dieses Mal haben wir glücklicherweise keine kurze Session. Da ist es immer schwieriger, die Gruppen für die Sitzungen zu kriegen“, sagte Födisch, der als Literat schon seit 20 Jahren für das Programm zuständig ist. „Um die Großen zu bekommen, sind vor allem faire Bezahlung und privater Kontakt wichtig.“ Diese Voraussetzungen bietet der SGJ wohl, denn wer eine Karte für eine der großen Sitzungen hat, kann sich wieder auf Karnevalsgrößen wie Brings und Bläck Fööss freuen. Auch Newcomer wie die Band BulleWuh oder das karnevalistische Zwiegespräch „der een on der anne“, erwarten die Jecken im Februar. Richtig los mit den Sitzungen der SGJ im Brückenforum geht es am 3. Februar mit der Herrensitzung. Auch die Galasitzung am 12. Februar und die Mädchensitzung am 19. Februar sind schon ausverkauft. (Christine Ludewig)


Rezak-Husaren begeistern das Publikum

GA-Bericht zur Galasitzung am 24.1.2016

Rezag Husaren Köln

Rezag Husaren Köln

24.01.2016 BEUEL. Bei der Galasitzung der Schwarz-Gelbe Jonge tobte das Publikum bereits nach dem ersten Tanz der Rezak-Husaren: Noch wenige Minuten zuvor hatte es jedoch lange Mienen gegeben, als Sitzungspräsident Wolfgang Klos verkünden musste, dass das Management der Bläck Fööss sich wegen der Erkrankung von zwei Bandmitgliedern leider gezwungen gesehen habe, den Auftritt der Kölner Kultband abzusagen.

Aber Literat Karl Stephan Födisch hatte hinter den Kulissen gezaubert und kurzfristig Ersatz in Form des Porzer Tanzcorps Rezak-Husaren organisiert: Die Truppe sorgte unter der Leitung von Marcel Zimmer gemeinsam mit ihrem Tanzmariechen Svenja Hansen nicht nur mit ihrem russischen Kasatschok für begeisterte Gesichter im Saal.

So waren denn am Sonntagnachmittag mit Höhnern und Paveiern nur zwei statt der geplanten drei „Blätter“ des großen vierblättrigen Kleeblatts der kölschen Karnevalsbands bei der Galasitzung der Schwarz-Gelbe Jonge im Beueler Brückenforum vertreten. Bereits der Einmarsch des Elferrats geriet dank der „Drumaholics“ zu einem kleinen Triumphmarsch: Mit ihre Mischung aus Jonglage und Trommelspiel begeisterten die acht Jungs das Publikum, während sie sich zu treibenden Rhythmen gegenseitig die Drumsticks zuwarfen.

Begonnen hatte der Nachmittag mit einem offiziellen Akt: Vor dem Beginn der Sitzung wurde Ashok Sridharan zum Senator der Karnevalsgesellschaft ernannt. Die Aufnahme des Oberbürgermeisters sollte eigentlich gemeinsam mit Sparkassendirektor Martin König und dem Polizeihauptmeister und Leiter der Beueler Wache Gerd Mainzer bereits zur Sessions-Eröffnung im November erfolgen, musste aber aufgrund von Terminschwierigkeiten des frisch gewählten Stadtoberhaupts auf Sonntag verschoben werden. „Das ist wirklich eine ganz besondere Ehre, die mir heute zuteil geworden ist“, freute sich Sridharan am Rande der Veranstaltung. „Die Schwarz-Gelbe Jonge machen einen wirklich tollen Karneval hier in Beuel.“

Nach der kurzen Verleihungszeremonie verfolgte der OB mit viel Vergnügen die Galasitzung der Beueler. Ein nicht ganz stubenreiner Beitrag des fernsehbekannten Blondschopfs Guido Cantz zum Thema Arbeitseifer bei städtischen Bediensteten sorgte auch bei dem frisch gekürten Senator für herzhaftes Lachen. Mit einem Parforceritt stimmte der aus Porz stammende Unterhaltungsprofi sein bestens gelauntes Publikum im schon lange bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal auf einen durchgehend sehr unterhaltsamen Abend ein.

Als weitere Künstler standen neben „De Boore“ und dem als „Blötschkopp“ bekannten Marc Metzger noch die Showtanzgruppe „Funky Diamonds“, „Klaus und Willi“ sowie Knacki Deuser auf der Bühne und auch das Bonner Prinzenpaar Michael I. und Bonna Tiffany I. machte den Schwarz-Gelben seine Aufwartung.(Leif Kubik)


 

Auszeichnung „Bönnscher Clown“

Detlef Johannsen für seine Verdienste geehrt

Detlef Johannsen und "Clown-Mutter" Maggy Grönewald

Detlef Johannsen und „Clown-Mutter“ Maggy Grönewald

24.01.2016 PÜTZCHEN. Er ist der „Tonmann“ der Schwarz-Gelben Jonge aus Beuel und steht meist im Hintergrund. Die Durschlöscher rückten seine Arbeit diesen Sonntag in den Vordergrund.

Wenn er geahnt hätte, was ihm bevorsteht, wäre er bestimmt nervös geworden: Mit fast einer Dreiviertelstunde Verspätung stellte Sitzungspräsident Jürgen Klasen schließlich Detlef Johannsen als Gewinner des diesjährigen 19. Bönnschen Clowns vor.

Da die Gewinner der höchsten Auszeichnung der Karnevalsfründe Durschlöscher Bonn aber traditionell erst im Saal von ihrer Würdigung erfahren, konnte er wie alle anderen Gäste der Sitzung im Pfarrzentrum Pützchen zuvor noch in Ruhe die Zugabe der „Sugar Girls“ genießen: Eleganz, Glamour, Perfektion und Schönheit – unter diesem Motto begeisterten die jungen Frauen aus der Eifel das Publikum mit ihrem Showtanz.

Diese Attribute sind allerdings für die Verleihung des Bönnschen Clowns weniger entscheidend: Die Auszeichnung geht vielmehr an Leute, die in der zweiten oder dritten Reihe stehen und die prächtigen Auftritte auf der Bühne erst möglich machen.

Also Menschen wie Johannsen, der seit 30 Jahren für den richtigen Ton bei den Sitzungen der Schwarz-Gelbe-Jonge sorgt. Große Reden hielte er selber ungern, aber für seine Perfektion bei der Einrichtung der Mikrofone auf den Sitzungen im Brückenforum sei Johannsen bekannt, erzählte Jonge-Vize Achim Büsch in seiner Laudatio.

Natürlich durften auch Prinz Michael I. und Bonna Tiffany I. beim Überreichen der Auszeichnung nicht fehlen. Jeder Jeck ist anders: Der „Bönnsche Clown“ ist kein Orden von der Stange, sondern ein handgefertigtes Original. Clown-Mutter“ Maggy Grönewald formt, brennt und bemalt die zirka 30 Zentimeter großen Tonfiguren jedes Jahr nach eigenen Ideen neu.

Ehrung auch für die Fotografen von den Karnevals-„Paparazzi“

Übrigens war Johannsen nicht der Einzige, der geehrt wurde: Auch Klasens Frau Martina durfte sich mit ihren Kollegen Arno Schatz, Marion Müller-White und Herbert Frohn von den „Karneval-Paparazzi“ über eine Sonderauszeichnung freuen: „Joot jemaat – stolz op dich“ heißt es auf der Verleihungsurkunde des Verdienstordens, den die vier Fotografen aus Klasens Händen in Empfang nahmen.

Dass der Saal nicht ganz so voll war wie sonst, sei wohl der kurzen Session geschuldet, befand Durschlöscher-Pressesprecherin Monika Michel-Richarz am Rande. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch: Bis in den Abend feierten die Durschlöscher mit ihren Gästen. (Leif Kubik)


 

32. Herrensitzung ins Beueler Brückenforum

Für die Herrn gibt’s Falkenjäger

Auszug aus dem GA-Bericht vom 16.1.2016

Die Schwarz-Gelbe Jonge hatten zur 32. Herrensitzung ins Beueler Brückenforum geladen. Trotz ausverkauftem Haus zeigte sich der versierte Sitzungspräsident Wolfgang Klos wenig nervös. „Aber ich bin seit dem Nachmittag von einem Fernsehteam begleitet worden, das ist schon etwas Besonderes.“

Zudem wartet heute eine weitere Moderation in Vilich-Müldorf auf ihn. Nach Alkohol im ersten Jahr setzt Klos während des fünfstündigen Programms seit sieben Jahren auf Wasser. Etwas anders verhielt sich das bei den 1000 Männern im Saal. Deshalb hatten einige für eine gute Grundlage gesorgt. „Wir essen vorher immer alle bei mir, diesmal hab‘ ich Kalbsbraten gemacht“, sagte Hansi Zinn, dessen 26 Leute einen ganzen Tisch füllten. Der Bonner Ex-Prinz und Feuerwerker kommt seit 27 Jahren zu Schwarz-Gelb auf die Schäl Sick. Ein Grund liegt im Anfangspunkt anderer Veranstaltungen: „Ich gehe nicht gerne tagsüber auf Sitzungen.“ Ein anderer in der Qualität der Sitzung.

Mit seinen Jungs hatte Zinn einen guten Blick auf die Bühne, die von den Fidelen Bröhler Falkenjägern komplett ausgefüllt wurde. Auf Kommandant Michael Reusch hörte nicht nur seine Truppe, sondern auch der Saal. Seiner Aufforderung „Alle mal aufstehen und schunkeln“ kamen viele nach. Das Corps als Eisbrecher funktionierte – von Literat Stephan Födisch wie immer gut geplant. Weitere Highlights waren unter anderem Bernd Stelter und Linus.

Die erste Rakete allerdings gebührte Willi Lenzen und seiner Kapelle. Die Männer begleiteten das mit „Wiiiiiiiiiiili“-Rufen. Aktuelle Ereignisse erfordern Programmanpassungen. Wer wäre geeigneter dafür als der „Mann für alle Fälle“, Guido Cantz: „Ich wüsste ja, wer Nachfolger von Polizeipräsident Wolfgang Albers in Köln werden könnte. Till Schweiger hätte die Lage am Hauptbahnhof ganz alleine geregelt.“ (Silke Elbern und Rainer Schmidt)

 

 


 

 

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SGJ Sessionseröffnung 21.11.2015


1. Beueler Sommerparty
Jeckes Beuel feiert Karneval im Sommer

Von Anke Vehmeier
29.8.15

Karnevalfeiern geht das ganze Jahr finden Michael Maichle (l.) und Achim Büsch. Foto: Max Malsch

BEUEL.  Jeck, jecker, Beuel: Offiziell dauert es zwar noch knapp zweieinhalb Monate bis zur Sessionsauftakt. Aber es gibt keinen Grund, sich nicht schon warmzuschunkeln. Wer also Lust auf Fastelovend hat, sollte am heutigen Samstag das Haus Michael, Bergheimer Straße 9, ansteuern.

Karnevalfeiern geht das ganze Jahr finden Michael Maichle (l.) und Achim Büsch. Foto: Max Malsch
Denn dort steigt ab 18 Uhr die 1. Beueler Sommerparty des Fördervereins. Mit den Organisatoren Achim Büsch, 2. Vorsitzender der Schwarz-Gelbe Jonge, und Michael Maichle, dem Leiter der Eirnichtung sprach Anke Vehmeier über Party, Partner und Programm.

Wie kam es zur 1. Beueler Sommerparty?

Michael Maichle: Das Haus Michael braucht dringend eine neue Küche, nur leider fehlt uns dazu das Geld. So gab es Überlegungen, wie wir Spender und Sponsoren gewinnen können. Doch dann ist uns noch etwas Neues eingefallen, nämlich eine Benefiz-Veranstaltung zu organisieren. Die konkrete Idee zur Sommerparty kam uns bei einer Hüttengaudi im Haus Michael. Da wir beide bei den Schwarz-Gelbe Jonge aktiv sind, lag es nahe, dass wir sofort an eine Karnevalssitzung dachten. Als Veranstalter war dann der Förderverein des Hauses Michael schnell gewonnen.

Warum heißt das Event nun Party? Das Wort Sitzung ist auf dem Plakat durchgestrichen.

Achim Büsch: Ein Karnevalist denkt natürlich sofort an eine Karnevalssitzung mit Rednern, Tanz und allem drum und dran. Wir haben uns aber keine Gedanken gemacht, dass wir damit anecken würden. Doch dem Bund Deutscher Karneval hat das nicht gefallen, laut Statuten gibt es keine Sitzungen im Sommer. Wir haben dann mit den Verantwortlichen dort und in Beuel das Gespräch gesucht und schließlich eine Lösung gefunden: die heißt Party. Und mit dem Damenkomitee im TSV Bonn haben wir zudem einen kompetenten Partner gewonnen.

Was bedeutet diese Lösung für den Dresscode?

Büsch: Wir Vereinsmitglieder werden auf Orden verzichten und keine Uniformen tragen. Ansonsten halten wir es wie die Aktion „Jeck im Sunnesching“ mit dem Dresscode: Alaaf! Alle Jecken ab 18 Jahren, jüngere in Begleitung der Eltern, sind eingeladen, mit uns zu feiern und Spaß zu haben.

Was steht auf dem Programm?

Büsch: Wir haben Platz für 199 Gäste, es wird also nicht so eine große Veranstaltung wir unsere berühmten Sitzungen bei den Schwarz-Gelbe Jonge, aber dafür auf jeden Fall bunt, vielfältig und partymäßig mit Stehtischen. Neun Gruppen werden auftreten, das reicht von Tanz über Redner bis hin zu DJ Wolle, der ordentlich für Stimmung sorgen wird. Um 18 Uhr geht es los, Einlass ist bereits ab 16.30 Uhr – und es gibt noch Restkarten.

Wie war die Reaktion der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Haus Michael?

Maichle: Die haben sich gefreut, einige haben sofort Karten gekauft und sind schon gespannt auf eine fröhliche Feier mit vielen Gästen.

Müssen sich Karnevalisten im Sommer erst in die richtige Stimmung bringen?

Büsch: Nein, für uns ist eh das ganze Jahr Karneval, denn organisatorisch beginnen wir ja direkt nach der Session schon mit den Vorbereitungen für die nächste. Da ist einiges zu tun, um zum Beispiel die Herren-, Mädchen- und Galasitzungen zu planen und zu realisieren.

Was bedeutet Ihr Engagement für Beuel?

Maichle: Wir arbeiten in Beuel doch alle zusammen und der Bezug zum Haus Michael ist auch ein privater und historischer, denn viele von uns sind Rheindorfer und schon in ihrer Kindheit dort ein und aus gegangen. Immerhin gibt es das Haus seit 1964. So alt ist übrigens auch die Küche! Gleichzeitig kommt unser Engagement den Kindern und Jugendlichen zugute, die derzeit das Haus Michael besuchen.

Die 1. Beueler Sommerparty beginnt am heutigen Samstag um 18 Uhr im Haus Michael, Bergheimer Straße 9. Der Eintritt kostet 15 Euro.

Zur Person
Achim Büsch wurde am 2. August 1970 in Bonn geboren. Er arbeitet als Vertriebsleiter und ist seit 1998 bei den Schwarz-Gelbe Jonge aktiv.

Michael Maichle wurde am 11. Oktober 1968 in Aachen geboren. Er leitet das Haus Michael. Aktives Mitglied bei den Schwarz-Gelbe Jonge ist er seit 2014.


 

„SOMMERSITZUNG“ VERÄRGERT FESTAUSSCHUSS

Ist denn jetzt das ganze Jahr Karneval in Bonn?

8.4.2015

Von TANJA HEUSER

Die „Alkoholisierten Funken“ laden jährlich zur Sommerparty auf dem Rhein.

Die „Alkoholisierten Funken“ laden jährlich zur Sommerparty auf dem Rhein.
Foto: Kuffner

Gutes tun ist ja eigentlich immer eine schöne Idee. Und so überlegten sich die Schwarz-Gelbe-Jonge, am 29. August die „Erste Beueler Sommersitzung“ zu veranstalten. Zusammen mit dem Damenkomitee TSV Bonn rrh. und dem Förderverein des Jugendzentrums „Haus Michael“.

Hintergrund der jecken Party: „Wir möchten die Kids unterstützen, da dem Haus ständig städtische Gelder gekürzt werden“, erklärt Achim Büsch, 2. Vorsitzender der Schwarz-Gelbe-Jonge. „Mit dem Geld soll die dringend notwendige Renovierung der Küche realisiert werden.“ Entstanden sei die Idee, „als wir gehört haben, dass die Kölner auch an diesem Tag die sechste Jahreszeit einläuten“.

Doch was sagen die „Hüter“ des Weltkulturerbes Karneval in Bonn dazu? Wir haben bei Festausschuss-Präsidentin Marlies Stockhorst nachgehört, wie sie zum jecken Treiben im Sommer steht.

Klare Ansage: „Alles, was mit Karnevalsattributen wie Kostümen oder Orden zu tun hat, gehört erst in die Zeit ab dem 11. November!“

Auch Sitzungen, die einem guten Zweck dienen wie die der Schwarz-Gelbe-Jonge, nimmt Stockhorst nicht aus: „Ich veranstalte mit den »Lustigen Bucheckern« seit acht Jahren eine Sitzung zugunsten der »Sterntaler«. Es wäre für uns entspannter, diese in den Sommer zu legen. Aber das kommt nicht in Frage.“

Und dann holt die Präsidentin den Hammer raus: „Ich bin wie der Kölner Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach gegen Sommerveranstaltungen. Partys wie die der »Alkoholisierten Funken« auf dem Schiff oder die Karnevalsveranstaltung am 29. August in Köln – das geht gar nicht! Man sollte sich überlegen, wie man mit den teilnehmenden Vereinen umgeht.“

Ihre Drohung: Der Festausschuss könne ja bei den Veranstaltungen dieser Vereine während der Session den Besuch des Prinzenpaars canceln!

Obermöhn Ina Harder sieht das nicht so eng: „Ich finde die Karnevalsparty der Alkoholisierten Funken eine tolle Veranstaltung und habe auch nichts gegen die Sitzung der Schwarz-Gelbe-Jonge. Aber: „Es sollten keine Orden getragen werden. Man könnte der Sitzung auch einen anderen Namen geben und es Mottoparty oder Vorstellnachmittag nennen.“

„Dass das für so einen Wirbel sorgt, damit haben wir nicht gerechnet“, reagiert Achim Büsch. „Wir überlegen jetzt, dem Kind einen anderen Namen zu geben.“

Wer keine Probleme mit Karneval im Sommer hat: Tickets für die Benefiz-Sitzung unter www.schwarz-gelbe-jonge.de


 

Premiere für die Beueler Wiever

BEUEL.  „Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“, tönte es am Sonntagmittag im Brückenforum aus den Boxen, und knapp 1000 jecke, bunt kostümierte Mädchen konnten es tatsächlich kaum erwarten: Sie fieberten der ersten Mädchensitzung der Schwarz-Gelbe Jonge entgegen.
Ausgelassen und gut gelaunt feiern die jecken Wiever auf ihrer Mädchensitzung.<br /><br /><br /> Foto: Max Malsch

Ausgelassen und gut gelaunt feiern die jecken Wiever auf ihrer Mädchensitzung.

Foto: Max Malsch

Sitzungspräsident Wolfgang Klos begrüßte die „Premierengäste“, und die ehemalige Wäscherprinzessin Ann-Kathrin Buhl, die gemeinsam mit Klos durch die fünfstündige Sitzung führte, war sich sicher: „Das ist fast so schön wie Wieverfastelovend.“ Die aus Beuel stammende Band „Querbeat“ eröffnete den Sitzungsreigen, und bereits nach der ersten Nummer kannte der Jubel der jecken Wiever keine Grenzen mehr – die Stimmung hatte trotz der noch recht frühen Tageszeit bereits ihren ersten Höhepunkt erreicht.

Einige Mitglieder der Schwarz-Gelbe-Jonge verfolgten das jecke Treiben erstaunt und konnten kaum glauben, dass auf der Mädchensitzung eine noch ausgelassenere Stimmung herrschte als auf ihren traditionsreichen Herren- und Galasitzungen. Im vergangenen Jahr hatten die Schwarz-Gelbe-Jonge erfahren, dass die Wiesse Müüs mit einer ihrer beiden Mädchensitzungen vom Brückenforum ins Maritim umziehen wollen. „Wir haben übernommen, damit hier in Beuel Frauen auch weiterhin vor Ort feiern können“, erklärte Pressewart Michael Ahr.

Elke Kiesel und Monika Hondong fanden das ganz großartig: „Wir sind immer auf der Galasitzung der Schwarz-Gelben Jonge gewesen. Wenn die eine Mädchensitzung veranstalten, ist es doch klar, dass wir auch dahin gehen“, sagten die beiden jecken Wiever, die gemeinsam mit 16 Freundinnen zu der Premierensitzung gekommen waren – darunter auch die beiden ehemaligen Wäscherprinzessinnen Martina Deus und Sylvia Kluth.


 

Schwarz-Gelbe Gala mit Power-Programm
Mehr als 1.000 phantasievoll und bunt kostümierte Jecken

Schaufenster Beuel vom 3.2.2015

Beuel (hm). Fast alles was der rheinische Karneval an Top-Acts zu bieten hat, marschierte bei der Galasitzung der Schwarz-Gelbe Jonge im Brückenforum auf. Zuhause und im Bett mussten allerdings krankheitsbedingt „Ne Hausmann“, Jürgen Beckers und „De Blötschkopp“, Marc Metzger bleiben. Ansonsten in der Bütt und auf der Bühne: Guido Cants, Bernd Stelter, „Ne Kölsche Schutzmann, „Ne Knallkopp“ und Bands wie Bläck Fööss, Höhner, Kasalla und Domstürmer. Ein scheinbar nie enden wollender bunter Einzug des Elferrates mit Sitzungspräsident Wolfgang Klos an der Spitze und den Fidelen Bröhler Falkenjäger machte den mehr als 1.000 phantasievoll und bunt kostümierten Jecken, darunter Kommunalpolitiker aller Parteien, an der Spitze Bonn OB Jürgen Nimpsch, dem erstmals nach seinem Skiunfall halbwegs genesene Bezirksbürgermeister Guido Dèus und dem OB Kandidat der CDU, Ashok Sridharan Lust auf Mehr.
Die 61. Auflage der Gala, wegen des frühen Sitzungsbeginns bekannt für Auftritte von Hochkarätern im Sitzungskarneval, hielt auch diesmal was das galaktische Programm versprach. Im Gegensatz zu den Mädchensitzungen, die das Brückenforum in dieser Session schon mehrfach erlebt hat, kommen hier die Redner besser zu Gehör und der Rat von Guido Cantz an anwesende unwissende Handynutzer wie ein Selfie zu machen ist: „Einfach im Godesberger Tunnel etwas schneller fahren, dann kommt das Foto per Post und in guter Qualität ins Haus“ fand tosenden Applaus. Zwischendrin und am Ende der Gala mit viel Beifall begrüßt: Wäscherprinzessin Susanne II. sowie Prinz Jürgen I. und Bonna Nora I. mit jeweils stattlichem Gefolge.
Bei den Bands mit ihren gängigen Stimmungshits ging es allerdings nicht wie bei den Mädchensitzungen auf die Tische aber der eine oder andere Jeck legte schon mal Handy oder Messer und Gabel beiseite, während die Mädels textsicher und bestens kostümiert auch mal einen Stuhl bestiegen und in Partylaune kamen.


 

GALASITZUNG DER SCHWARZ-GELBE JONGE

Bläck Fööss, Höhner, Stelter, Cantz

BEUEL-MITTE.  „Es ist so schön, in Beuel heut‘ Gast zu sein“, singt Dolly die Kuh. Dass die Bauchrednerpuppe von Peter Kerscher gestern im Brückenforum dieses Liedchen zum Besten gab, war eigentlich nicht vorgesehen. Das Duo trat als Ersatz für „Ne Hausmann“ Jürgen Beckers bei der 61. Galasitzung der Schwarz-gelbe Jonge auf.
Großer Aufmarsch: Die Fidelen Bröhler Falkenjäger füllten die Bühne im Brückenforum voll aus.<br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /> Foto: Max Malsch

Großer Aufmarsch: Die Fidelen Bröhler Falkenjäger füllten die Bühne im Brückenforum voll aus.

Foto: Max Malsch

Dass es im Programm keine Lücke gab, war auch dem Einsatz von Literat Stephan Födisch zu verdanken. Er hatte sogar gleich zwei Löcher zu füllen: Neben Beckers hatte auch „ne Blötschköpp“ Marc Metzger kurzfristig abgesagt, beide waren erkrankt. Födisch telefonierte herum und konnte neben dem Bauchredner auch die Siegburger Musketiere überreden, spontan vorbei zu kommen.

Die Tanzgruppe war zwischen den Bläck Fööss und den Höhnern angesetzt. Das waren nicht die einzigen Hochkaräter: Die Sitzung der Karnevalisten in der TSV Bonn rechtsrheinisch 1897/07 ist bekannt für die großen Namen, die dort auftreten. Da zog Guido Cantz Helene Fischer, den Smartphone-Gebrauch der heutigen Jugend und veganen Karneval durch den Kakao. Jupp Menth als „Ne Kölsche Schutzmann“, Dieter Röder als „Ne Knallkopp“ und Bernd Stelter als er selbst brachten die mehr als 1000 Jecken im ausverkauften Saal zum Lachen. Kasalla und die Domstürmer musizierten, und sowohl Wäscherprinzessin Susanne II. als auch das Bonner Prinzenpaar besuchten den Sitzungspräsidenten Wolfgang Klos und seinen Elferrat.

Die zogen am Anfang mit imposanter Begleitung ein: Die Bühne im Brückenforum ist ja schon groß, aber sie reichte nur gerade eben aus, um alle Mitglieder der Fidelen Bröhler Falkenjäger aufzunehmen. Das war schon mal ein guter Einstand. Das Corps war mit Tanz und Musik ein guter Eisbrecher.

„Seit mehr als 30 Jahren gehe ich hier hin“, verriet die Beueler Stadtverordnete Monika Krämer-Breuer. „Ich liebe diese Sitzung, weil sie so gute Kräfte hat.“ Die alle zu bekommen, sei vor allem deshalb möglich, weil die Sitzung nachmittags stattfindet. Samstagabends hätte man viele Gruppen nicht bekommen.

Die Sitzung der Schwarz-gelbe Jonge war im Lauf der Jahrzehnte mehrmals umgezogen, bevor sie ihre Heimat im Brückenforum fand. Anne Johannsen hat diese Schauplätze alle gesehen. „Ich bin seit 1962 auf den Sitzungen.“ Sie hatte zwischenzeitlich den Saal verlassen, als Kasalla spielte. „Für mich war ein Grund rauszugehen, dass es zu laut ist.“ Andere hatten an dem Auftritt ihre Freude.


1000 Männer bejubeln die „Killerbienen“

BEUEL.  Als „Killerbienen“ flatterten die „Palm Beach Girls“ gestern Abend auf die Bühne des Brückenforums und ließen bei der Herrensitzung der Schwarz-Gelben Jonge ihre Beine fliegen.
Foto: Max Malsch

Foto: Max Malsch

Ein toller Auftakt, zumal vorher schon Guido Cantz die 1000 Männer im ausverkauften Saal in den Lustig-Modus gebracht hatte, indem er zum Beispiel darüber philosophierte, dass man sich im Karneval mit Frikadellen, Mett und Festzeltgarnelen ernähre, wobei Letzteres eine Currywurst ist.

Nach dem grandiosen Auftritt des „kölschen Schutzmanns“ Jupp Menth machten die Cheerleader des 1. FC Köln, die Funky Marys und die Royalgarde aus Vilich-Müldorf eine gute Figur auf der Bühne. So einer wie Marc Metzger als „Blötschkopp“, der im vorigen Jahr den Saal rockte, wurde zwar vermisst. Dafür sorgten die Klüngelköpp, die Micky Brühl Band und die Kölsch-Fraktion für handgemachte Stimmungsmusik.


Sessionseröffnung der „Schwarz-Gelbe-Jonge“ 2014/2015

Eine runde Sache war die diesjährige Sessionseröffnung der SGJ im toll geschmückten Pfarrheim in Pützchen.

Mit einem leicht veränderten Konzept konnten die SGJ am 22. November nahezu 200 Gäste mit dieser Veranstaltung begeistern.

Neben einem hochwertigen 3-Gänge-Menü, zubereitet durch die Küchenteams unserer Senatoren Jürgen Harder und Werner Kaschke, wurden die Gäste zu Anfang mit schwungvollen Karnevalshits, präsentiert von „DJ Wolle“, prächtig unterhalten.

Nach dem offiziellen Teil,d.h. Ordensverleihung, Vorstellung der neuen Mitglieder (Dieter Bennerscheid und Martin Schröder) und Ernennung der neuen Senatoren (Jürgen Hindenberg und Reinhard Limbach), konnten Sitzungspräsident Wolfgang Klos und Literat Stefan Födisch ein ansprechendes, karnevalistisches Programm präsentieren … die Musikband „Schäng“, die Showtanzgruppe der „KG Klääfbotze“ und die neue Band „Die Drei.1“ brachten die Gäste zum Jubeln. Unser Ehrengast und Senator OB Jürgen Nimptsch begeisterte das Publikum zudem mit seinem aktuellen und live gesungenen Fastelovendssong.

Weitere Programmpunkte waren u.a. die Vorstellung der Co-Moderatorin unserer ersten Mädchensitzung 2015, Ex Wäscherprinzessin Ann-Kathrin Buhl und die Verleihung des neuen Sonderordens „Dat schwatz-gelbe Hätz“ an den verdienten Karnevaliste Paul Klein.

Am Ende der Veranstaltung konnten die beiden Vorsitzenden der SGJ, Helmut Sementschuck und Achim Büsch sicherlich auf einen gelungenen Abend zurückblicken – das veränderte Konzept hatte sich durchaus bewährt und soll auch in dieser Form weitergeführt werden.


SCHWARZ-GELBE-JONGE

General-Anzeiger 24.11.14

Der Mann, der Herausforderungen meistert

BEUEL.  Das war natürlich eine Herausforderung für einen echten Karnevalisten: 1991, direkt als Paul Klein Präsident des LiKüRa-Festausschusses geworden war, gab es in Bonn wegen des Golfkriegs keinen Rosenmontagszug.
Fröhlich vereint: (v.l.) Susanne II., Paul Klein, Helmut Sementschuck und Ina Harder.<br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /><br /> Foto: Max Malsch

Fröhlich vereint: (v.l.) Susanne II., Paul Klein, Helmut Sementschuck und Ina Harder.

Foto: Max Malsch

Weil er dieser und zahlreichen anderen Herausforderungen über viele Jahrzehnte erfolgreich begegnet war, erhielt das Liküra-Urgestein am Samstagabend beim Sessionsauftakt der Schwarz-Gelbe-Jonge die neu geschaffene Auszeichnung „Dat Schwarz-Gelbe-Jonge-Hätz“. Die Laudatio hielt GA-Redakteur und Ex-Prinz Holger Willcke.

Klein ist seit 1964 ununterbrochen im Karneval aktiv; seinerzeit trat er in die Große Küdinghovener Karnevalsgesellschaft ein. 1969 gründete er mit anderen Karnevalisten die „Pänz von Külekovve“; er ist Träger des Ehrenordens des Festausschusses Bonner Karneval, der nur sehr selten und an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich in besonderem Maß dem Brauchtum verschrieben haben.

In „kleiner Runde“ – nur mit Freunden und Mitgliedern – stimmten sich die Schwarzgelben im Pfarrheim Sankt Adelheid in Pützchen bei einem feinen Vier-Gänge-Menü mit Wein oder Kölsch auf die kommende Session ein – für den musikalischen Teil waren die Bands „DieDrei.1“ und „Schäng“ sowie die Showtanzgruppe der KG Klääv-Botz aus Ägidienberg verantwortlich. Außer Klein wurden auch weitere Mitglieder und Senatoren geehrt: Neben Bürgermeister Reinhard Limbach wurde IHK-Geschäftsführer Jürgen Hindenberg von Senatspräsident Günter Dederichs und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch zum Senator ernannt. Nimptsch nutzte die Gelegenheit, sein neues Mottolied „Füe onse Jlöck“ zu singen. Dieter Bennerscheid-Föhmer und Martin Schröder wurden als neue Mitglieder willkommen geheißen, außerdem gibt es vier neue Schnuppermitglieder.

Neben der Herrensitzung am 23. Januar und der Galasitzung am 1. Februar findet am 8. Februar erstmals auch eine Mädchensitzung statt. Ex-Wäscherprinzessin Ann-Kathrin Buhl wurde als Sitzungspräsidentin vorgestellt. Alle Sitzungen finden im Brückenforum statt, Karten für 33 Euro unter www.schwarz-gelbe-jonge.de


SCHWARZ-GELBE-JONGE BETRETEN NEULAND
General-Anzeiger 24.12.2014

Männer organisieren Weibersitzung

BEUEL.  Im bönnschen Fastelovend haben sich die Schwarz-Gelbe-Jonge einen Namen als Veranstalter guter Karnevalssitzungen gemacht. 61 Gala- und 31 Herrensitzungen haben sie bereits mit Erfolg organisiert. Nun wagt sich die Beueler Frackgesellschaft auf ein neues Parkett: Am Sonntag, 8. Februar, wollen die Männer um Präsident Helmut Sementschuck 1000 Frauen zur ersten Mädchensitzung begrüßen.

„Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Mädchensitzungen stehen hoch im Kurs. Als reine Männergesellschaft nehmen wir die Herausforderung an“, sagte der Präsident.

Vereinsliterat Stephan Födisch hat daraufhin alle Register gezogen und ein mit Stars gespicktes Programm zusammengestellt. Auftreten werden unter anderem: Höhner, Paveier, Querbeat, Domstürmer, Kölsch-Fraktion und Fred van Halen.

Die Schwarz-Gelben haben zwar mit Wolfgang Klos einen erfahrenen Sitzungspräsidenten, aber ihn wollen sie dann doch nicht alleine mit 1000 Weibern im Saal lassen. Deshalb bekommt er mit Ex-Wäscherprinzessin Ann-Kathrin I. (Buhl) eine wortgewandte und charmante Co-Moderatorin an die Seite gestellt.

„Auf diese Verpflichtung sind wir stolz, und wir versprechen, vor 18 Uhr lassen wir keinen Mann in den Saal“, so Sementschuck. Die Mädchensitzung beginnt am 8. Februar um 14 Uhr im Brückenforum Beuel, Friedrich-Breuer-Straße.

INFO

Eintrittskarten zum Preis von 33 Euro können bestellt werden unter maedchensitzung@schwarz-gelbe-jonge.deund unter der Rufnummer 0173/5478942.

 


 

GALASITZUNG DER SCHWARZ-GELBE-JONGE

Umjubeltes Heimspiel für Griet

BEUEL.  Als die Kavallerie das Beueler Brückenforum überrollte, brach Jubel aus. Das komplette Reitercorps Jan von Werth, zu dem inklusive Musikzug fast 120 Männer und einige wenige Frauen gehören, marschierte auf der Galasitzung der Schwarz-Gelbe-Jonge ein. „Griet“ Anja Pohl musste sogar zur Ruhe auffordern – immer wieder hallte „Anjaaa“ durch die Halle.
Imposanter Bühnenauftritt: In Begleitung des Reitercorps Jan von Werth lassen sich Jan (Thomas Bunse) und Griet (Anja Pohl) von den knapp 1000 Jecken im Brückenforum feiern.<br /> Foto: Nicolas Ottersbach

Imposanter Bühnenauftritt: In Begleitung des Reitercorps Jan von Werth lassen sich Jan (Thomas Bunse) und Griet (Anja Pohl) von den knapp 1000 Jecken im Brückenforum feiern.

Foto: Nicolas Ottersbach

Der Jan (Thomas Bunse) spielte da nur eine Nebenrolle. Und deshalb gab er das Mikrofon schnell an seine gebürtige Bonnerin Anja weiter. „Ich fühle mich hier zu Hause“, gestand sie den knapp 1000 Jecken. Übrigens: Die Galasitzung war insgesamt zum 60. Mal und zum 25. Mal im Brückenforum, das Reitercorps war noch nie zu Gast.

„Es ist sehr schwierig, die Truppe zu bekommen, erst recht wenn jeder Bonner Verein sie haben will“, sagte Literat Karl Stephan Födisch am Rande der Veranstaltung. Funktioniert habe es nur durch die Zusammenarbeit mit den Stadtsoldaten. Weil die parallel ihre Galasitzung in der Beethovenhalle feierten, machte das dort ebenfalls gebuchte Reitercorps, genauso wie das Bonner Prinzenpaar Simon I. und Verena I. samt Gefolge, vorher Halt auf der anderen Rheinseite.

Sitzungspräsident Wolfgang Klos sparte nicht mit Lob und Marzipanorden: „Es gibt doch nichts Schöneres zum Finale.“ Doch: Urgestein „Jo“ Engels griff zum Mikrofon und sang das in der vergangenen Session selbst getextete Jubiläumslied der Schwarz-Gelbe-Jonge, die allesamt auf die Bühne kamen. Vorher saßen dort nur der Elferrat und Wäscherprinzessin Ann-Kathrin I. Textsicher war das Publikum nicht, die Schwarz-Gelben mussten auf Liedzettel schauen. Rühriges Schunkeln klappte trotzdem.

Heimlicher Held im Brückenforum war Saalmusiker Willi Lenzen mit seiner Band. Zwar machte sich „Hausmann“ Jürgen Beckers über Willis manchmal verkorksten Einsätze und Tusche lustig, er prägte aber auch den „Willi“-Ruf. Der ertönte ab da jedes Mal, wenn die Band anfing zu spielen. Oder auch wenn sie damit aufhörte.

Also im Schnitt alle zehn Minuten der sechs Stunden dauernden Sitzung. Bei den Auftritten der Boore, der Bläck Fööss, den Paveiern und den Cöllnern improvisierte Willis kleines Orchester mit den Blechbläsern und sorgte so sicherlich auch mit für die gute Stimmung. Die Royalgarde der Prinzengarde Vilich-Müldorf tanzte und begleitete jede Band auf die Bühne.


SENIORENSITZUNG DER SCHWARZ-GELBE-JONGE

Alle Akteure traten ohne Gage auf

PÜTZCHEN.  Zum mittlerweile 61. Mal fand die Seniorensitzung der Schwarz-Gelbe-Jonge unter der Leitung von Sitzungspräsident Wolfgang Klos im Albertus-Magnus-Haus statt. Es ist den Schwarz-Gelben-Jonge ein Anliegen, den Karneval auch zu den Menschen zu bringen, die nicht mehr an den Sitzungen teilnehmen können.
Bauchredner Fred van Halen mit Puppe Aki war der Höhepunkt der Seniorensitzung.<br /> Foto: Privat

 

Die Begeisterung von Haus-Leiterin Elke Romes und der rund 120 Bewohner war spürbar. Viele der Bewohner freuen sich auf den Beginn der Sitzung und können es gar nicht erwarten, bis es losgeht. Literat Karl-Stephan Födisch hatte ein schönes Programm zusammengestellt.

Alle Akteure traten unentgeltlich auf. Das Damenkomitee in der TSV Bonn-rechtsrheinisch präsentierte sich als Blues Brothers, die Comedian Harmonists und die Bottermelech’s Jonge gaben ein musikalisches Potpourri zum Besten. Für schöne Tänze sorgten die Bambini der Prinzengarde Vilich-Müldorf sowie das begleitende Corps der Liküra-Ehrengarde.

Auch für die Tollitäten ist es eine Selbstverständlichkeit, den Senioren ihre Aufwartung zu machen. Voller Freude wurden Wäscherprinzessin Ann-Kathrin I. und Liküra Sarah I. mit ihren Gefolgen begrüßt und zauberten ein Lächeln auf die Gesichter der Bewohner.

Als Überraschungsgast hatte es sich Bauchredner Fred van Halen nicht nehmen lassen, zusammen mit seinem Freund Aki ohne Gage für die Bewohner aufzutreten. Dafür ist er extra zwei Tage länger in Köln geblieben, um diesen Auftritt möglich zu machen. Der Dank und der Applaus galten an diesem Abend besonders ihm.


SESSIONSERÖFFNUNG BEI DEN SCHWARZ-GELBEN JONGEN

Die Nordbrücke als Hauptmotiv

BEUEL.  Obwohl alles in schwarz-gelb dekoriert war, jubelte das Pfarrheim von St. Adelheid am Samstagabend nicht für den BVB, sondern für den FC Bayern. „Aber mit Fußball haben wir hier eigentlich nicht viel am Hut“, sagte Vorsitzender Helmut Sementschuck. Zu feiern gab es etwas anderes: die Sessionseröffnung der Schwarz-Gelben Jonge. Dazu waren nur Gönner und Freunde des Vereins eingeladen.

Die kleine Runde mit feinem Essen nutzten die Karnevalisten, um zwei Senatoren zu ernennen. Den stellvertretenden Ordnungsamtsleiter der Stadt Bonn, Günter Dick, und Schausteller Michael Lorenz. Als Ordensjubilar wurde Horst Gehrmann geehrt. Sitzungspräsident Wolfgang Klos durfte mit Dirk Küster auch ein neues Mitglied aufnehmen. Für das Programm war Literat Stephan Födisch in den vergangenen Monaten zu Veranstaltungen im gesamten Rheinland gefahren, um neue Talente für die kommende Session zu finden.

„Das müssen wir machen, sonst hat man nur Spitzenauftritte, die man nicht bezahlen kann“, sagte Sementschuck. Als absoluter Durchstarter gilt das Duo „Domhätzjer“ aus Köln, Nadine Fiegen und Chantal Kursch singen eigene Karnevalslieder. Mit Sven Schneider hatte Födisch in Königswinter so eine Art Mickie Krause des Rheinlands gefunden. Vergangenes Jahr landete er mit „Vollgas in mein Herz“ einen Ballermann-Hit, der auch den Schwarz-Gelben-Jonge gefiel.

Zu Gast waren Obermöhn Ina Harder mit der künftigen Wäscherprinzessin Ann-Kathrin I. Die bekamen den neuen Sessionsorden verliehen, der die Doppelkirche und Beethoven aufgeprägt hat. Als Hauptmotiv hat sich Macher Jo Engels wegen der kommenden Staus über den Rhein aber die Nordbrücke ausgesucht.

Richtig los geht es bei den Schwarz-Gelben Jonge im Februar im Brückenforum: am Freitag, 7., ab 18 Uhr mit der Herrensitzung; am Sonntag, 16., beginnt um 16 Uhr die Galasitzung.